Baubiologie

Baubiologie ist ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre, Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken umweltbewusst und schadstofffrei auszuführen.

Das Ziel eines "Gesunden Bauen und Wohnens" soll durch die ganzheitliche Betrachtung physiologischer, psychologischer und physikalisch-technischer Zusammenhänge und der Wechselwirkung zwischen Bauwerk, Nutzer (Bewohner) und dessen Umwelt erreicht werden. Baubiologische Grundsätze finden neben dem Bau von Wohnungen auch bei der Errichtung von Schulgebäuden, Krankenhäusern und Kindergärten sinnvolle Verwendung.

Die Bezeichnung Baubiologe/Baubiologin ist nicht staatlich geschützt, d.h. jeder darf sich, unabhängig vom Bildungsgrad oder einschlägigen Praxiserfahrungen, so nennen; infolgedessen bezeichnen sich auch manche Wünschelrutengänger, Pendler und andere Anhänger von Para- und Pseudowissenschaften als "Baubiologen". Will man die Dienste eines Baubiologen in Anspruch nehmen, sollte dieser daher immer nach einer einschlägigen Ausbildung, nach verwandten staatlichen Abschlüssen oder zumindest nach einschlägiger Erfahrung gefragt werden.

Da viele Aussagen der Baubiologie auf wissenschaftlich umstrittenen Annahmen basieren, gibt es verschiedene Lager der Baubiologie. Manchmal widersprechen sich auch Forderungen der Baubiologen mit denen der Ökologen.

Grob können drei Richtungen unterschieden werden:

  • Naturwissenschaftlich orientiert - hier wird versucht mit naturwissenschaftlichen Methoden ein optimales Wohn- und Arbeitsumfeld zu schaffen. Alle Erkenntnisse entsprechen dem Stand der Forschung und man geht weitgehend davon aus, das die wichtigsten Einflüsse wissenschaftlich erfasst sind.
  • Grenzwissenschaftlich orientiert - die Betrachtungen folgen mehr oder weniger der alternativen Medizin (siehe z.B.Homöopathie). Es wird davon ausgegangen, dass die Einflüsse auf den Menschen von der Wissenschaft nur zu einem geringen Teil erfasst werden. Die daraus resultierenden Maßnahmen sind dabei teilweise ebenso umstritten wie die zugrunde gelegten Ansätze, z.B. liegen baubiologische empfohlene Grenzwerte teilweise um den Faktor 100 - 1.000.000 unter den anerkannte Grenzwerten. Da für solche Grenzwerte zum Teil keine sicheren Messmethoden vorhanden sind, kann es zu pseudowissenschaftlichen Ergebnissen kommen. Dieses Phänomen ist allerdings selbst in der wissenschaftlich anerkannten Schulmedizin nicht ausgeschlossen, da manche Anwender mit den Grenzen und der Aussagekraft ihrer Messgeräte nicht vertraut sind. Vor allem bei Digitalmessgeräten werden zu viele Stellen hinter dem Komma angeben. Dies gilt besonders bei abgeleiteten Messungen, wo sich die Fehler potenzieren können.
  • Ökologisch orientiert - hier werden vor allem Maßnahmen empfohlen, die die Ökobilanz eines Bauwerkes erhöhen. Baubiologische Effekte sind erwünscht, stehen aber nicht im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Die unterschiedlichen baubiologischen Gruppen und Institute geben häufig eigene Labels und Prüfzeichen heraus. Je nachdem wie transparent die Vergabe dieser Label ist, können sie dem Kunden wertvolle Impulse bei der Kaufentscheidung geben oder ihn in die Irre führen.

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