Abgasverlust  

Der Abgasverlust gibt den prozentualen Anteil der im Wärmeerzeuger verbrauchten Energie an, die mit den Abgasen ungenutzt verloren geht. Die Höhe des Abgasverlustes wird von der Abgastemperatur beeinflusst. Niedertemperatur- und Brennwert-Heizkessel verursachen deutlich geringere Abgasverluste als Standardheizkessel mit hohen Vorlauftemperaturen. Der Messwert des Abgasverlustes wird aus der Differenz von Abgas- und Raumtemperatur sowie in Abhängigkeit vom CO2-Gehalt im trockenen Abgas ermittelt, wobei in die Berechnung auch zwei dimensionslose Rechenwerte einfließen.

Zum 1. November 2004 endete die Übergangsfrist der Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV), so dass Heizkessel über 4 bis 25 kW Nennwärmeleistung den maximal zulässigen Abgasverlust-Grenzwert von 11% nicht mehr überschreiten dürfen (über 25 - 50 kW: 10%, über 50 kW: 9%).

     
Ausdehnungsgefäß  

In Heizungssystemen dehnt sich bei Aufheizung das Wasservolumen aus. Um den Anlagendruck möglichst konstant zu halten, werden zum Ausgleich der Druckunterschiede Membran-Ausdehnungsgefäße eingebaut. Das Volumen der als Stahlbehälter gefertigten Gefäße ist durch eine Membrane geteilt, wobei der vom Heizsystem durch die Membrane getrennte Bereich eine Füllung aus Stickstoff enthält.
Die Größe von Ausdehnungsgefäßen hängt vom Gesamt-Wasservolumen der Heizungsanlage ab, das sich aus der Summe der Wasserinhalte von Kessel, Rohrleitungen, Heizkörpern sowie der Vorlage ergibt. Das Gefäß nimmt heizwasserseitig die Volumenzunahme sowie die Vorlage auf, die je nach Anlagengröße 0,5 bis 2% des Anlagen-Wasservolumens betragen soll. Der sorgfältigen Auslegung kommt besondere Bedeutung zu: Je genauer Ausdehnungsgefäß und Vorlage bemessen werden, desto stabiler ist die Druckhaltung im Heizungssystem.

     
Brennwertkessel  

Durch einen zweiten Wärmetauscher nutzen mit Gas oder Öl betriebene Wärmeerzeuger den Energiegehalt im Wasserdampf. Die Heizgase werden dabei im Abgasweg auf Temperaturen unterhalb des Taupunkts gekühlt, so dass der Wasserdampf kondensiert und die latente Energie als nutzbare Wärme an das Heizwasser abgegeben werden kann.
Durch die Nutzung der Verdampfungswärme wird gegenüber Heizwertgeräten ein verbesserter Wirkungsgrad erzielt. Die Angabe des Wirkungsgrades bezieht sich bei Brennwertgeräten auf den Heizwert, so dass sich rechnerische Werte > 100% ergeben.

Damit die Nutzung des Brennwerts möglich ist, benötigen Brennwertkessel und Gas-Wandheizgeräte mit Brennwertnutzung tiefe Rücklauf-Temperaturen und damit entsprechend niedrige Systemtemperaturen in der gesamten Heizungsanlage. Für eine optimale Brennwertnutzung eignen sich Heizsysteme mit großen Heizflächen und Fußboden- oder Wandheizungen.

     
Durchlauferhitzer  

Für die dezentrale Warmwasserversorgung von nur einer oder wenigen Zapfstellen bieten sich Durchlauferhitzer an, die das Wasser während des Durchflusses erwärmen. Vorteilhaft sind Durchlauferhitzer vor allem dort, wo kurzzeitig hoher Warmwasserbedarf herrscht (z.B. Dusche, Spültisch), aber eine zentrale Trinkwassererwärmung unwirtschaftlich wäre, weil lange Leitungswege erforderlich wären oder keine gleichzeitige Benutzung der Entnahmestellen zu erwarten ist. Die Zapfrate [l/min] hängt von der Geräteleistung und der eingestellten Auslauftemperatur ab. Für die Wassererwärmung im Durchflussverfahren sind hohe Geräteleistungen erforderlich.
Abhängig von der eingesetzten Energieart werden Gas- oder Elektro-Durchlauferhitzer unterschieden:

Gas-Durchlauferhitzer verbrauchen nur die zur Warmwasserbereitung benötigte Energie, so dass keine Stillstandsverluste auftreten. Die Vaillant Warmwasser-Geyser (atmoMAG / turboMAG, 28 kW) können je nach Ausführung als Direkt- oder Fernzapfer eingesetzt werden, die Abgasabführung erfolgt über Schornstein (atmoMAG), Dachdurchführung oder Außenwandanschluss (turboMAG).

Elektro-Durchlauferhitzer benötigen einen 400 V-Elektroanschluss. Die elektronisch geregelten Vaillant Durchlauferhitzer VED E classic und VED E exclusiv (18/ 21/ 24/ 27 kW) gleichen Schwankungen des Wasserdrucks aus und ermöglichen so eine konstante Auslauftemperatur bei stufenlos regelbarer Temperatureinstellung.

     
Erdgas  

Der Brennstoff Erdgas besteht vorwiegend aus Methan (CH4), Stickstoff (N2) und geringen Anteilen anderer Kohlenwasserstoffe wie Ethan, Propan und Butan. Die Verbrennung erfolgt innerhalb der Zündgrenzen bei einem Erdgas-Luft-Gemisch mit einem Methananteil zwischen 4,4 und 16,5 Vol.-%. Der Zündtemperaturbereich liegt zwischen 575 - 640 °C (Werte für Erdgas H).

Wegen des natürlichen Vorkommens wird das farb- und geruchlose Erdgas auch als ‚Naturgas’ bezeichnet (engl.: natural gas). Die derzeit größten Erdgasvorkommen befinden sich in den GUS-Staaten, Mittel- und Nahost sowie Westeuropa. In Deutschland deckt Erdgas über 20% des gesamten Primärenergiebedarfs ab. Durch den geringen Schadstoffgehalt trägt die Verwendung von Erdgas zur Entlastung der Umwelt bei.

     

Energieeinsparverordnung

(EnEV)

 

Die EnEV wurde Anfang 2002 eingeführt und ist eine Zusammenführung von Wärmeschutzverordnung (WSchV) und Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV). Damit ist nicht mehr der errechnete Heizwärmebedarf für die Auslegung eines Heizsystems maßgebend, sondern der maximal zulässige Primärenergiebedarf. Gegenüber der WSchV’95 bezieht die EnEV in die Energiebilanz auch den Primärenergiebedarf mit ein. Damit werden die Verluste mit berücksichtigt, die bei der Energieumwandlung und beim Energietransport in vorhergehenden Prozessketten entstehen.

Der Jahres-Primärenergiebedarf Qpmax,EnEV setzt sich zusammen aus
· dem Jahres-Heizwärmebedarf Qh,
· dem maximal zulässigen Trinkwasserwärmebedarf Qtw
· der Anlagen-Aufwandszahl ep

Die Energieeinsparverordnung verknüpft Gebäude- und Anlagentechnik. Bei der Gebäudeplanung werden deshalb energieeffiziente Anlagentechnik und Wärmedämmung so kombiniert und gegeneinander verrechnet, dass der vorgegebene Grenzwert nicht überschritten wird.

Einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hat die Anlagen-Aufwandszahl ep. Je niedriger dieser Wert ist, desto günstiger wirkt er sich auf den zu ermittelnden Jahresprimärenergiebedarf Qp aus. Günstige Aufwandszahlen werden beispielsweise durch Gas-Brennwertheizgeräte in Kombination mit Solar-Warmwasserbereitung erzielt.

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